


...Die Übung erfolgt aus einer totalen Bewegungslosigkeit der Schauspieler, um dann stummes Spiel und Gesten so subtilen wie ergiebigen und abgerundeten Ausdrucks zu verwirklichen. All das geschieht in einem langsamen Tempo, einem vehementen „pianissimo“, das den Zuschauer bedrückt und ihn mit der inneren Unruhe ansteckt, unter denen die fiktiven Personen leiden...
Julio Martínez Velasco, 27.01.2003
Depuis sa fondation en 1998, le groupe berlinois autour de la metteur en scène Nicola Hümpel et du décorateur Oliver Proske est à la recherche de la tristesse dans le réussi... Hümpel et ses comédiens la trouve dans la pose corporelle comico-malheureuse, dans le rire qui se glace sur le visage, dans l'ambitieux échec de l'interaction avec les accessoires de la scène, dans le décalage entre le regard vide et rêveur des hommes et leurs accessoires prometteurs. Un mélange entre danse et théâtre,...
Ulrich Deuter, 07.12.2002
...In der neuen Unübersichtlichkeit ist offenbar kein Platz für menschliche Wegweiser und Pfadfinder, es sei denn, sie würden sich "Nico and the Navigators" nennen und das Problem der allgemeinen Orientierungslosigkeit als selbstbewußte Stellvertreter zielstrebig ausleben... Nicola Hümpel hat sich mit nur drei Inszenierungen zum Publikums - und Kritikerliebling der Berliner Off-Bühnen entwickelt... Ausgerechnet mit diesem fröhlichfrechen Sprach- und Bilderrätsel ist der Durchbruch endgültig...
Andreas Hillger, 12.10.2000
...Natürlich ist man als Zuschauer sofort bereit, diese sieben Spieler, vier Frauen, drei Männer, als eine Familie zu verstehen. Aber es wird keine Familiensaga erzählt und auch kein Familienrat abgehalten. Wenn man unbedingt will, kann man einzelne Motive des bürgerlichen Familienlebens identifizieren. Etwa das morgendliche Hereinschlurfen im Bademantel... Nico and the Navigators sind ja inzwischen so etwas wie Kult...
Peter-Hans Göpfert, 05.10.2002
...Nicos Navigatoren steckt die Krise, in die unsere modernen Zeiten den Einzelnen immer wieder stürzen, deutlich in den Knochen: die Übermacht der Gegenstände einerseits, die man in klassenkämpferischen Zeiten vielleicht noch „Waren“ genannt hätte. Aber auch die virtuellen Gegenwelten haben bei den schönen jungen Menschen zu deutlichem Substanzverlust an Körper und Seele geführt... Und so fechten Nico and the Navigators fast zwei Stunden mit den Dingen einen seltsamen Kampf um die...
Esther Slevogt, 16.07.2001
...In einem an Perfektion grenzenden, gesetzmäßig rhythmisierten Ablauf werden Dinge präsentiert, nachdem sie ihrer eingeschriebenen Bedeutung enthoben und ihrem Zweck entfremdet wurden. Die Definitionsmacht des Menschen über die Dinge wird durch den naiven, vorurteilsfreien Blick entkräftet, und ohne den vorgegebenen Verwendungszweck werden diese Dinge zu Rätseln...
Ulrich Seidler, 16.07.2001
...Fast scheinen die Darsteller in ihren weiß, creme und beige getönten Kunstuniformen, verfremdeter Alltagskleidung, mit dem weißen Bühnenbild zu verschmelzen - sie wollen sich nicht in den Vordergrund drängen, weder farblich noch durch übertriebene Dramatik. Sie bleiben charmante Vortänzer und spleenige Opfer der Dinge und verschwinden auch gerne in den Klappen, Ritzen und Zelten, die sich im Bühnenbau auftun...
Peter Laudenbach, 11.07.2001
...stets ist das Timing perfekt, sind die absurd-komischen Akzente präzis gesetzt, treffen Regie und Darsteller punktgenau die Linie zwischen Wiedererkennbarkeit und Überzeichnung, die es zu treffen gilt, will man weder in bloße Satire noch in bloßen Nonsens abdriften. Lilli in Puttgarden ist klug, unprätentiös und komisch, mit einem Wort: die reine Freude...
Ekkehard Knörer, 10.07.2001
...Nico zelebriert ein Theater der Langsamkeit, das von der Kunst der Reduktion lebt....
Petra Castell, 11.06.2000
...Diesmal widmet man sich mit staunendem Ernst, mit verträumter Verrücktheit, mit grotesker, meist leiser, Komik den Phänomenen der Arbeitswelt... Oliver Proske, der vom Industriedesigner zum Erfinder hinterlistig vielseitiger, verwirrend einfacher Raumlösungen geworden ist, setzt die "Glorious Seven" im Abenteuerspielplatz Arbeitswelt in ein Büromöbel mit immer wieder neuen Überraschungen, heimtückisch komischen Fallen. Darin bewegen sich die Darsteller wie Vögel, die aus dem Nest gefallen...
Lorenz Tomerius, 07.06.2000
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