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Absage Verrat der Bilder

Geplante Wiederaufnahme in 2021

© Piet Truhlar

Nachdem Mitte März aufgrund der Covid-19-Pandemie vorläufig alle Veranstaltungen abgesagt und verschoben werden mussten, haben wir mit unserem Ensemble aus dem Home-Office unermüdlich nach Lösungen und alternativen Präsentationsformen gesucht.  

Nach wie vor ist es für alle Seiten schwierig genau abzusehen, in welchem Tempo und Umfang sich die aktuellen Lockerungen fortsetzen werden. Theater und Veranstaltungsorte können mit Beginn der neuen Spielzeit unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln nun wieder öffnen.

Auch wir hätten uns gefreut mit unserer Augmented-Reality-Produktion „Verrat der Bilder“, die vom 22. September bis zum 3.Oktober im Georg Kolbe Museum stattfinden sollte, auf die Bühne zurückzukehren.

Die Produktion „Verrat der Bilder“ hat als digitales Leuchtturm-Projekt erstmals 26 Augmented-Reality-Brillen (AR-Brillen) in einem künstlerischen Kontext eingesetzt. Das anlässlich des 100. Bauhaus-Jubiläums zusätzlich von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Projekt, spielt mit den Möglichkeiten der Augmented Reality und mit der Geschichte der Klassischen Moderne an originären Schauplätzen. Das wirklich bahnbrechende daran, ist das Zusammenspiel, das Ineinandergreifen von virtuellen Bildern und Live-Performance der Künstler, gesehen durch die AR-Brille des jeweiligen Besuchers.

Genau an dieser Stelle liegt für die Wiederaufnahme jedoch die Krux:

Denn es handelt sich nicht um VR Brillen, eine Technologie, die viele Personen schon kennen, sondern um eine völlig neue Technik, die viel Erklärungsbedarf benötigt und technische Hilfe für jede*n Besucher*in durch unser Personal verlangt.

Die Erfahrungen aus über 50 Vorstellungen im vergangenen Jahr haben uns an verschiedenen Stellen gezeigt, dass die Einhaltung eines Mindestabstands praktisch unmöglich ist. Das liegt vor allem am hohen Betreuungsaufwand, welcher die Nutzung der AR-Brillen mit sich bringt. Grob geschätzt waren ca. 40% der Besucher*innen auf Hilfestellung direkt am Gerät angewiesen. Diese technische Hilfestellung beinhaltete im Großteil der Fälle ein kurzzeitiges Aufsetzen der Brille durch die Brillen-Techniker*innen. Hinzu kommt, dass das Konzept darin besteht, dass sich die Zuschauer*innen frei im Raum bewegen können und eine Einhaltung des Sicherheitsabstands nicht zu gewährleisten ist. 

Zu unserem großen Bedauern und zum Schutz Ihrer und unserer Gesundheit haben wir uns daher dazu entschlossen die Wiederaufnahme dieses Pionier-Projekts auf das kommende Jahr zu verschieben. Sobald neue Informationen zur Wiederaufnahme im kommenden Jahr verfügbar sind, erfahren Sie dies hier.

 

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